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... auf der Website, für alle, die Lust und Spaß an Hochspannung, Hochstrom, Elektronik, Computer, Modelbahnen und wildes frickeln haben.
Für alle, die jetzt nicht wissen, was frickeln ist: Schaut einfach über die Website drüber, wenn ihr euch alles angeschaut habt, werde ihr wissen, was frickeln ist :-)

Angefangen hat bei mir alles, als ich ungefähr 5-6 Jahre alt war. Wobei, man muss da schon vorher erwähnen, dass ich mit 3 Jahren eine Playmobil Eisenbahn bekommen habe. Die heutigen Kinder können es sich gar nicht mehr vorstellen, aber damals waren es noch richtige Gleise. Zwar Plastik Schwellen, aber die Schienen waren aus Messing. Und über diese hat die Lok auch ihren Strom bekommen. Mit dabei war ein Trafo. Anfangs habe ich nicht kapiert, wie das Ganze funktioniert, deswegen wurde die Loks auch anfangs erst mal geschoben. Später dann wurde erst der Trafo mit in Betracht gezogen, und die Lokomotiven bequem vom Führerstand aus gefahren. In den darauffolgenden Jahren hat sich dann der Fuhrpark auf 3 Loks erweitert. Es wurde hier und dort überall versucht, aus Bequemlichkeit das ganze fern steuerbar zu machen.
Hier sei mal ein Dank und ein Lob an meinen Dad ausgesprochen, der mir ein wunderschönes Stellpult baute. Damit konnte ich dann bis zu 4 Weichen "fernsteuern" und bis zu 6 Gleise Stromlos schalten bzw. auch wieder den Strom freigeben. Und das besondere daran war: Ich konnte die 6 Gleise beliebig auf 2 Trafos aufteilen. Für mich war es ein reines Meisterwerk, ich wusste damals nicht, wie es funktionierte. Genauso die Steuerung für die Weichen. 2 Dioden und ich konnte über den Wechselstromausgang des Trafos die Weichen steuern. Und es war kein Gleichrichter, naja, Einweggleichrichter in jeweils eine Richtung, somit die Spule einmal mit plus/minus und einmal mit minus/plus verbunden. Aber einfach und genial. Hier ein Dank dafür an meinen Dad.
So nun zum Anfang: Mit 5 oder 6 Jahren, ich weiß es nicht mehr genau, trug es sich zu, dass meine Akkus vom Kassettenrecorder leer waren. Jaja, es gab mal so Geräte, die man durch die gegen tragen konnte, die man nicht vorher mit dem PC (was war das damals?) verbinden konnte um seine gerade eben heruntergeladenen Musik Files (Internet war für mich damals ein Fremdwort, bzw. gar unbekannt) rüber zu laden. Nein, man ging in den Laden, und kaufte sich ein Magnetband, oder machte sich den Weg zur örtlichen Bücherei und lieh sich dort die Kassette aus. Dann Steckte man sie in einen Schacht drückte auf Play und hörte ein verzogenes, heuzugtage unerträgliches, blechernes gequietsche.
Aber gut, die Akkus waren leer, und ich wollte damals doch so gerne Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer hören. Also wurde kurzerhand der Modellbahntrafo genommen und als Ersatzstromquelle mit unendlicher Energie verwendet. Mühevoll wurden dann mit 2 Drähten die Kontakte der Akkus nach draußen verlegt (alles ohne Werkzeug) dann an den Trafo angeschlossen, und vorsichtig aufgedreht. Zu meinem Erstaunen passierte nix. Also weiter aufgedreht, langsam aber sicher, immer weiter. Und da, plötzlich passierte was. Schrecklich, wenn ich mich zurückerinnere. Es krachte, und es stank. Wenn ich mich heute daran erinnere, roch es fürchterlich. Am Abend habe ich dann alles meinem Dad gebeichtet, der hat den Rekorder mit mir zusammen aufgeschraubt, und ich sah die Verwüstung. Ich kann mich erinnern, dass überall eine Art Wolle verstreut war, und ein rundliches Bauteil seinen Geist aufgegeben hat. Heute weiß ich, dass es ich dabei um einen Elko gehandelt haben muss. Mein Dad meinte nur zu mir: "Das Teil da ist kaputt.", nahm den Rekorder schraubte ihn zu und buxierte ihn in die Mülltonne. Ein Schock für mich. Aber der Anfang einer bis heute andauernden Revolution:
Alles was kaputt ist, wird erst mal versucht zu reparieren, und erst wenn ich sage: "Das ist kaputt", dann ist es auch kaputt.
Meine Mum kann das glaub ich bestätigen: Ihr Brotmaschine läuft seit dem letzten Eingriff schon ewig, ihr Zauberstab, eine Art Handmixer, läuft wie am ersten Tag und die alte Mulinette, ein Zerkleinerer mit 500W Leistung, tut seit der letzen OP auch seine Dienste, zwar ist das Lager inzwischen Ausgeschlagen, dafür hat sich aber eine neue zum Muttertag bekommen.

Mit der Zeit hat sich dann mein Spektrum nicht nur auf die Reparatur von Geräten sondern auch auf die gesamte Elektronik und den Computer ausgeweitet. Wobei man beim Computer Abstriche machen muss, da Hardware mäßig nicht so meine Stärke ist, sondern vielmehr das Programmieren.
In der Elektronik geht es von Simplen Oszillatoren bis zu komplexen Mikrocontrollerschaltungen, über Hochspannungsversuche bis zu meiner Paradearbeit, der Capbank.
Hier werden alle Segmente meines Hobbys vereint, naja, nicht mehr ganz, da ich feststellen musste, dass Hohefrequenzen und Mikrocontroller ohne richtige Abschirmung im Zusammenhang mit plötzlichen sehr großen Strömen zu einem total Ausfall führen kann. Trotzdem kommt hier alles zusammen. Von der einfachen Diodenmatrix bis hin zur OpAmp Steuerung um die Ladung der Capbank zu erkennen. Dabei Ströme von mehren kA Schaltung und Walten lassen, und das bei einer Spannung von bis zu 1,2kV.

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen, vielleicht sogar Nachbauen des ein oderen anderen Projekts.

Michael
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